Archiv für 5. März 2010|Tagesarchiv

Werbung verwirrt

Es passiert ja schon sehr oft, dass Kunden die Werbeaktionen der verschiedenen Elektromärkte durcheinander bringen oder bei hauseigenen Aktionen nicht so ganz hinhören und etwas falsch verstehen. Tom vom Bestatterweblog berichtet zum Beispiel gerade von schlechten Mobilfunkverbindungen und Verständnisproblemen bei seinem Bekannten – da geht es um die Aktion eines Mitbewerbers, der Gutscheine über bis zu 100 Euro verteilt hat, wenn man ausreichend teuer eingekauft hat.

Als diese Aktion lief, kamen bei mir natürlich auch einige Schnäppchenjäger vorbei und verlangten Warengutscheine. Drollig sind dann immer Aussagen wie “Sie sind verpflichtet JEDE Werbeaktion der Konkurrenz mitzumachen! Sonst kann ich mich als Kunde ja auf gar nichts mehr verlassen!” – Mein Gegenargument, dass man in diesem Falle die ganze Werbung ja eigentlich sein lassen könnte, da sich dann ja niemand mehr von den Mitbewerbern unterscheiden würde, wurde ignoriert, der Geschäftsführer herbeigebrüllt und nach einiger Zeit betreten der Laden verlassen. Nun gut.

Auch wenn es lustige “Alt-gegen-Neu”-Spektakel gibt, erlebt man lustige Sachen. Oft gibt es bei solchen Aktionen Einschränkungen, so dass die Aktion nur in gewissen Abteilungen gilt. Meistens ist der PC-Bereich davon explizit ausgenommen (oder die Aktion findet speziell NUR im Computerbereich statt). Solche Einschränkungen werden aber nicht mehr wahrgenommen. Als das letzte mal Alt-gegen-Neu im TV-Bereich beworben wurde, kam dann auch ein Kunde mit einem antiken Serverschrank auf einem Hubwagen angerollt. “Hier, der ist alt, ich nehme den PC da für 399 Euro, also dann für 299 Euro – schreiben sie mir ne Quittung, das wird der neue Firmenserver.” Es war wirklich knifflig, dem Menschen so viele Fehler gleichzeitig zu erklären. Kein Alt-gegen-Neu, er darf sein Ungetüm wieder mitnehmen, kein Rabatt und dann auch noch das kniffligste – einem von sich sehr überzeugt wirkendem Menschen beibringen, dass ein Billigstrechner eines nicht sonderlich vertrauenswürdigen Komplettsystemherstellers nicht unbedingt den stabilsten Server abgibt. Und dass er bei “dem unverschämt hohen Preis” leider auch keine drei Jahre Vor-Ort-Service inkl. Leihgerät bekommt. Das ist fast so schwer, wie Leuten zu erklären, dass ein 120-Euro-Farblaser oft teurer druckt als ein 120 Euro Tintenstrahldrucker (wenn man denn den richtigen Drucker nimmt).

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