Der hätte knuffig sein können..

.. wenn er nicht am Ende noch so patzig reagiert hätte.

Wer? Der ältere Herr, der einen Drucker gekauft hat und daheim dann erst einmal das beiliegende (recht umfangreiche) Handbuch studiert hat. Anschliessend kam er dann zurück und tippte wild auf eine Stelle in diesem Handbuch. „Da fehlte was in der Packung! Die schreiben von einem Handbuch, das müssen sie nachliefern!“.

Was stand dort? „Ausführliche Anleitung : elektronisch auf CD“

„Diese ausführliche Anleitung finden sie auf der CD!“ meinte ich und dachte, das Problem wäre gelöst. Echt, machmal hilft das. Der Mann fuchtelte aber nur mit der Treiber-CD vor meiner Nase herum : „Da ist nichts drauf! Da steht nur „Treiber CD deutsch“ drauf, mehr nicht!“.

„Ähm. Elektronisch auf der CD bedeutet, dass sie die CD schon mithilfe des Computers öffnen müssen um dann auf dem Bildschirm die..“

„Bildschirm? Geht nicht, da les ich keine Anleitung drauf, da bekomme ich ja Kopfschmerzen. So ein Betrug!“

„Naja, sie könnten die Anleitung ja auch einfach ausdrucken?“

„Und was machen die Leute, die keinen Drucker haben? Schon mal drüber nachgedacht? So ein Betrug!“

Nee, is klar. Wer keinen Drucker hat, kann sich natürlich auch die Anleitung des Druckers nicht ausdrucken. Logisch.

Vielleicht sollte man erwähnen, dass in der gedruckt beiliegenden Anleitung definitiv alles erwähnt wurde, was man an Wissen benötigt um mit dem Gerät auch drucken zu können.

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4 comments so far

  1. SPages on

    *g* – da fällt mir gleich wieder ein Eintrag in einem anderen Blog ein > Warum gibt es zu einem Netbook ohne CD Laufwerk, Treiber und Betriebsytsem auf einer CD dazu?

    Und wieso hat eine 24-Stunden-Tankstelle Tür-Schlösser ;)?

    *ichhaumichweg*

  2. StevieMC on

    Leider sind ältere Menschen immer noch die gute alte komplett auf Papier gedruckte BDA gewohnt. Für sie ist es ein absoluter Fauxpas, daß soetwas nicht mehr beiliegt bzw. „auf einer CD ist“. Garantiert war diese Abneigung der Grund für die Aussage mit den Kopfschmerzen. Wobei ich mich frage, wozu der Kd PC und Bildschirm hat, wenn beim Lesen längerer Texte ein Unwohlsein im Kopf passiert… 🙂 Vielleicht sollte man einigen Leuten beim Kauf eines PCs/Notebooks samt Zubehör dringenst einen VHS-Kurs empfehlen Bei den günstigen Angeboten im Fachmarkt ihres Vertrauens hat man den Betrag dafür schon beim Kauf gespart.
    Trotzdem, immer wieder köstlich diese Begegnungen…

  3. schrauber2 on

    Die Aufbau- oder Kurzanleitungen sind für die Inbetriebnahme erstmal völlig ausreichend. Das haben die Hersteller schon begriffen, meist auch schön bebildert für den senilen Zeitgenossen.

    Aber es war Samstag und Herr Meier, 59, Frührentner, nahm sich vor, heute mal richtig den Verkäufer eines Marktes fertig zu machen. Der Stuhlgang in der Frühe war auch nicht so erfolgreich, das schafft Aggression. Und da er genau weiß, daß der Verkaufssklave, der unter Anderem auch seine Rente mitzahlt, nicht widersprechen KANN, wird er seine narzistische Ader auch erfolgreich zu Geltung bringen, sonst brüllt er die ganze Bude zusammen – Scheißladen, Betrug, Dummköpfe – das alles hat er sich im Kopfe schon zurecht gelegt.
    Ich hasse solche Proleten – auch als Kunde.

  4. computerfuzzi on

    Die älteren Herrschaften mit dem Mac neulich haben sich dann auch noch einen Kollegen geangelt, der nach Feierabend tatsächlich für Kuchen, Kaffee und ein paar Euro den Mac angeschlossen und benutzungsfertig gemacht hat. Diese Leute werden allerdings nach meinem Gefühl nie mit dem Gerät ernsthaft umgehen können, egal, was man versucht.

    Der Druckerkunde war anfangs nur angepisst, klar. Kunden, die sich nur zu diesem Zweck (angepisst sein ;))in den Markt bewegen habe ich ab und zu mal, die sind dann auch oft eher nervig für Kundschaft und Kollegschaft. Aber irgendwann lernt man damit umzugehen. Stressiger sind dann eher die selbsternannten Juristen.

    „Ich möchte den in der Werbung angebotenen Rabatt“ – „Der gilt, wie die Werbung auch nicht müde wird zu erläutern, nur für Produkte aus der TV-Abteilung.“ – „Das ist so nicht wahr!“ – „Dann erklären sie mir doch bitte, warum in der Werbung so viel Zeit für den Satz „ausschließlich für Produkte aus dem TV-Bereich“ vergeudet wird?“ – „Sie müssen die PC-Abteilung ausschließen, damit das Angebot dort nicht gilt. Sie haben aber den PC-Bereich nicht ausgeschlossen, also gilt das da auch.“

    Gottverdammt, wir haben auch nicht ausgeschlossen, dass der Rabatt bei der schweizer Marine gilt, UND?


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