Großes Windows auf kleinen Tablets Teil 1: Gedanken..

Tablets, ich mag die Dinger. Allerdings bin ich kein großer Apple-Fan, was die Tablet-Wahl zur Zeit des Tablet-Booms (so ab 2010 als das erste iPad den Trend ins Rollen brachte) arg knifflig machte. Da ich zu der Zeit gerade meine neue Existenz als Schreiberling aufbaute, kam ich in den Genuss der ersten Android-Tablets. Gruselig, sage ich euch. Nicht nur aus heutiger Sicht. Einer meiner ersten Tests war das Dell Streak 5, ein Tablet mit Android 1.6 und sagenhaften 5 Zoll Displaydiagonale, das sich sogar zum Telefonieren eignete.

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Dell Streak 5 – heute nennt man so etwas Smartphone 😉

Zugegeben, heute gibt es kaum noch Telefone mit weniger als 5 Zoll Diagonale – „damals“ allerdings habe ich mich totgelacht bei dem Gedanken, mit so einem Klotz am Ohr an der Bushaltestelle  zu stehen 😉 .

Als dann die ersten Transformer-Tablets von Asus auf den Markt erschienen, kam mir schnell der Gedanke, wie praktisch so etwas mit nem echten Windows sein könnte. Man könnte sich dann immer aussuchen, ob man nur ein Tablet mitnehmen mag oder ein Notebook braucht, ohne sich zwei Geräte kaufen zu müssen.

Zu der Zeit war Windows allerdings noch weit davon entfernt, ein Betriebssystem für Tablets (abseits unhandlicher und ohne Stylus fast unbedienbarer Arbeitsgeräte) zu sein. Hersteller die es probierten mussten mit überforderten Mobilprozessoren und lauten Lüftern in klobigen Gehäusen leben. Ich erinnere mich noch gut an ein Gerät, keine Ahnung welcher Hersteller es verbrochen hatte, Sony vielleicht, bei dem das Umschalten zwischen Hoch- und Querformat nicht nur eine gefühlte Ewigkeit dauerte, sondern auch noch von einem röhrenden Lüfter begleitet wurde. Unbenutzbar.

Die Zeit ging ins Land und sogar bei einem eher trägen Unternehmen wie Microsoft setzte sich wohl die Erkenntnis durch, dass man diese komischen Tablets etwas unterschätzt hat. So wie viele konservativ denkende PC-Nutzer übrigens, ich erinnere mich noch an zahlreiche Anfeindungen als ich den Erfolg von Tablets prophezeit habe. Mit Windows 8 erschien dann ein Betriebssystem, das ich zwar auf dem Desktop absolut gruselig finde, auf Tablets aber durchaus schätze.

Mein erster Versuch mit Windows 8 auf dem Tablet fand auf einem WeTab statt, ein lustiges Experiment mit der Vorabversion des Betriebssystem auf der CeBIT in Hannover. Auf der Busfahrt vom Messegelände zu meiner Schlafstatt schaute ein Teenie aufgeregt zu mir rüber und meinte dann mit aufgerissenen Augen zu seinen Kumpels: “ DA! Der hat das neue iPad! Und da ist alles so eckig!“

Zugegeben, so flüssig wie ein iPad ließ sich das WeTab nicht bedienen. Im Gegenteil. Es sollte noch etwas dauern, bis Windows und Tablets sich gut verstanden. Das Surface Pro von Microsoft war ein guter Anfang, das Surface Pro 2 eine sinnvolle Weiterentwicklung. Und über das tote Windows RT hüllen wir den Mantel des Schweigens, ok? Ja, das Surface RT hatte ich auch zum Test. Und nein, ich fand es nicht sonderlich überzeugend.

Mittlerweile muss ein Windows-Tablet nicht einmal mehr teuer sein. Intels Bay-Trail-Atoms beweisen, dass sich vier halbwegs flotte Rechenkerne günstig herstellen lassen. Und Hersteller wie Asus, Toshiba, Dell und Lenovo haben vollwertige Windows-Tablets zu Preisen ab 200/250 Euro auf dem Markt.

Warum ich das Asus VivoTab Note 8 dennoch nicht auf Anhieb geliebt habe, lest ihr dann morgen..

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