Ersteindruck: Samsung Galaxy Tab S

Vor kurzem erschien mit dem Samsung Galaxy Tab S nicht nur ein neues Tablet sondern gleich eine ganze neue Produktreihe des koreanischen Herstellers. Auffälligste Neuerung: Das wirklich beeindruckende AMOLED-Display und eine sehr flache Bauweise. Im Inneren gibt es wenig neues, hier kommt wie schon beim TabPro und NotePro Samsungs Pseudo-Achtkern Exynos 5420 Octa zum Einsatz.

Erster Eindruck

Wow, flach und leicht, liegt gut in der Hand. Die ungewöhnliche Displaydiagonale von 10,5 Zoll sieht man dem Gerät nicht an, das dahintersteckende AMOLED-Display allerdings schon. Schwarz ist tatsächlich schwarz, die Blickwinkel sind super und der Kontrast überzeugt (eingestellt auf mittlere Helligkeit aktuell). Dank der hohen Auflösung von 2560×1600 Pixeln wirkt das Android 4.4.2 glasklar und eben einfach wow.

Nerven tut schon eher der übereifrige Touchsensor für „zurück“ und „home“. Hochkant gespielte Spiele sorgen bei meinem Sohn beispielsweise regelmäßig für lautes Fluchen, weil er wieder versehentlich auf „zurück“ gekommen ist. Der dünne Displayrahmen sorgt ebenfalls für Verdruss: Wenns auf einer Zug- oder Busfahrt einmal etwas beengt zugeht, liegt gerne ein Teil des Handballens auf dem Bildschirm und sorgt für skurrile Touch-Aussetzer.

Technik

Acht Rechenkerne mit 1,9 Gigahertz, klingt ja beeindruckend. Tatsächlich besteht der Exynos aus vier A15- und vier A7-Kernen, von denen die kleineren Cores primär zum Stromsparen vorhanden sind. Bei geringer Last arbeiten also nur ein bis vier A7-Kerne, bei höherer Last die schnelleren A15 und bei Apps mit wirklich großem Leistungshunger können theoretisch alle acht Kerne gleichzeitig rechnen. Theoretisch weil es im Alltag offenbar nur sehr selten dazu kommt – Benchmarks zeigen eine Performance, die auf dem Niveau von Qualcomms Snapdragon 800 liegt. Nicht schlecht aber eben auch kein Leistungssprung gegenüber regulären Quadcores.

Positiv fällt der RAM mit 3 Gigabyte Kapazität auf, Anwendungen starten flott und reagieren flink.

Erstes Zwischenfazit

Ich habe noch keine Akkutests gemacht, rein subjektiv hält das Galaxy S aber erfreulich lange ohne Steckdose durch. Sonys Tablet Z hatte da stärker unter dem durch das dünne Gehäuse geschrumpften Akku leiden müssen.  Berichten, denen zufolge sich die Rückseite bei hoher Temperatur verformt, kann ich nicht zustimmen. Trotz Sahara-Temperaturen und einem gleichzeitig in Dauerschleife gestarteten Benchmark zeigten sich keine Verformungen. Heiß wird das Tablet allerdings auch ohne Sonne, der Prozessor sorgt für fast schon unangenehme Temperaturen auf der Rückseite. Zumindest wenn er gefordert wird, ohne größere Last ist alles ok.

Samsung platziert das Galaxy Tab S als iPad-Air-Konkurrenz. Das zeigt sich bei Gewicht, Gehäusedicke und Display sehr eindeutig. Insgesamt wirkt das iPad allerdings etwas runder im Gesamteindruck. Samsung punktet allerdings mit dem wirklich grandiosen AMOLED-Display, mit dem Filme absolut beeindruckend aussehen.

Rantfaktor

Sonderlich sicher schien sich Samsung beim S-Tablet nicht zu sein. Erstverkaufstag war auch gleichzeitig der früheste Termin, um an ein Testmuster zu kommen, womit ein Test vor Release nicht möglich war. Macht immer einen eher schlechten Eindruck, muss ich zugeben. Dabei habe ich auf den ersten Blick überhaupt nichts zu mosern. Einige Käufer aber wohl schon: Einige Chargen schienen mit deformierter Rückseite ausgeliefert worden zu sein. Wer ein solches Modell erwischt hat (oder wenn sich die eh schon angeschlagene Rückseite durch Wärme dann doch verzieht), sollte das Tablet schnellstens reklamieren. So etwas sollte einem Markenhersteller bei einem Gerät für 500+ Euro nicht passieren. Vielleicht wäre es auch langsam an der Zeit, dass Samsung von Plastik auf das edler wirkende und robustere Aluminium umsteigt. Ansonsten gibt es aber bislang keinen Grund für einen Rant. Fast schon schade, dennoch freue ich mich ja auch über tolle Technik auf meinem Schreibtisch..

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