Erster Eindruck: Samsung Galaxy S5 Mini

Wieder einmal hat die Post ein Testgerät vorbeigebracht. Heute ist es das Samsung Galaxy S5 Mini, dass dann in den kommenden Tagen auf Her(t)z und Nieren getestet werden will. Einen ersten Eindruck möchte ich euch aber natürlich nicht vorenthalten.

Aus dem Paket purzelte eine dem Namen mehr als angemessene (winzige) Verpackung. Wie schon gewohnt wieder in Holzoptik aber dennoch nur als Pappe 😉 . Das Handy selbst ist gegenüber seinem „großen Bruder“ tatsächlich klein geraten, kein Wunder angesichts des 4,5 Zoll kleinen Displays. Im Gegenzug wirkt das Mini aber fast schon pummelig – vor allem, wo der Eindruck des Samsung Galaxy Tab S noch recht frisch ist und das Tablet deutlich dünner wirkte. Schwer hingegen ist das Smartphone auch mit eingelegtem 2.100 mAh-Akku nicht.

Der Hersteller verspricht, dass das S5 Mini gegen Staub und Spritzwasser nach IP67 geschützt ist. Damit darf das Telefon nicht schwimmen gehen, sollte aber zumindest das aktuell doch sehr regnerische Wetter überleben. Samsung vertraut zu diesem Zwecke auf eine dünne Gummibeschichtung im Gehäusedeckel, die die gefährdeten Elemente (Akku, SIM, SD-Slot) abdichten soll. Wirklich Vertrauen erweckt die Konstruktion allerdings nicht, den Sony-Xperias traue ich da eher über den Weg. Werde es beim Galaxy S5 Mini dennoch testen, allerdings erst ganz am Ende 😉 . Ein wenig Sorgen mache ich mir wegen des vollkommen ungeschützten Micro-USB-Anschlusses auf der Unterseite.

Im Inneren werkelt ein Samsung Exynos 3470 mit 1,4 GHz Takt. Bei diesem SoC handelt es sich um einen Chip mit vier ARM A7-Rechenkernen und einer langsamen Mali400 für die Grafik. Der erste Eindruck: Hmpf. Samsungs TouchWiz ist selbst mit  deutlich schnelleren Prozessoren am Ruckeln, tatsächlich stockt das Handy bei der Einrichtung und auch später immer wieder und fühlt sich in einigen Situationen recht lahm an. Dafür überzeugt das Display, AMOLED ist eine wirklich lobenswerte Technik.

Wenn ich die Wahl hätte, ich würde nach dem ersten Eindruck Abstand vom S5 Mini nehmen und mir lieber das deutlich potentere und besser gegen Wasser geschützte Sony Xperia Z1 Compact kaufen. Während Samsung bei den Minis auf den Namen der flotten Topmodelle setzt, diese aber mit deutlich schwächerer Hardware zum Luxuspreis verkauft, verbaut Sony einfach die flotte Tophardware der großen Modelle. Die Schwuppdizität bei der Nutzung ist daher eine ganz andere, was aber auch am fehlenden TouchWiz bei Sony liegt. Samsung sollte sein TouchWiz-Experiment endlich aufgeben – die lahme Oberfläche bietet zu wenig Vorteile für all die Nachteile: die man sich damit einhandelt. Die Leistung geht in den Keller, Updates kommen deutlich verzögert.

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