Archive for the ‘Test’ Category

Im Test: VR Porno – mächtig geil..

Ihr wisst, ich bin großer Fürsprecher der VR-Technologie. Virtual Reality ist das Thema, das uns die nächsten Jahre und Jahrzehnte beschäftigen wird, ich sehe den „Impact“ vergleichbar mit den ersten echten 3D-Beschleunigern wie den Voodoo-Karten von 3dfx. Wenn nicht sogar mit der Einführung des Internets „für alle“ Mitte der 1990er Jahre. Mit den unbeholfenen VR-Versuchen 1995 haben aktuelle VR-Systeme übrigens nicht viel mehr gemeinsam wie Daimlers erstes Auto mit einem modernen Sportwagen. Mit 3D-Brillen sogar noch viel weniger, auch wenn der Vergleich immer wieder aufkommt.

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Hand aufs Herz, die meisten (männlichen) Internetnutzer haben sich schon einmal pornografische Inhalte angeschaut. Bestimmt auch viele Frauen, bei Männern bin ich mir aber sehr sicher 😉 . Erotik und Pornografie ist seit jeher eine wichtige Bank bei der Einführung neuer Technologien – the Internet is for porn (und VHS, DVD, etc. natürlich auch). VR kommt jetzt als neue Technologie hinzu.

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Ausprobiert: Samsung Galaxy Fit im (Kurz-) Test

Samsung Galaxy Gear Fit

Samsung Galaxy Gear Fit – gut zu sehen ist die bereits abgeblätterte Farbe am Rahmen.

Vor einigen Jahren habe ich für einen Auftraggeber Sonys damalige Smartwatch getestet und war nicht wirklich überzeugt. Die Idee, eine Erweiterung des Smartphones am Arm zu tragen und Nachrichten schnell ohne das Telefon aus der Tasche ziehen zu müssen klang reizvoll. Die Umsetzung war grauenvoll.

Nun sind einige Jahre ins Land gegangen und es erscheinen smarte Uhren mit wirklich sinnvoller Technik und mit echtem Nutzen für den Anwender. Besonders im Auge haben die Anbieter dabei offenbar Fitnessfunktionen. Joggen und den Puls im Blick haben, dabei den Medienplayer im Smartphone steuern können und nebenbei einen genauen Schrittzähler am Arm zu haben, das ist tatsächlich reizvoll. Ich nutze für diesen kurzen Test seit einiger Zeit die Samsung Galaxy Gear Fit.

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Smartphones: Muss es immer Highend sein?

Wenn ich Smartphones und Tablets teste, dann meistens Highend-Geräte aus der preislichen Oberklasse. Samsung Galaxy S6, iPhone 6, Topmodelle von LG, HTC und und und. Kaum eines der Geräte ist für weniger als 400 Euro erhältlich. Dafür schauen die technischen Daten natürlich lecker aus – hochgezüchtete Quad- oder Octacore-Prozessoren, schnelle Grafikchips, viel RAM und Flash, hochauflösende Displays und und und. Muss ja für ne gewisse Zeit „halten“ ohne dass es veraltet.

Und dann steht der nächste Vertragswechsel an und die Leute tauschen ihr ehemaliges Highendmodell flott gegen das nächste Highendmodell, muss man ja, sonst läuft ja nix mehr. Zumindest versuchen uns das die Anbieter dauernd einzureden. Doch stimmt das wirklich? Sind Mittelklasse-Geräte unbenutzbar langsam?

Nein, natürlich sind sie das nicht. Klar, ein S6 oder iPhone 6, die haben schon Vorteile. Pulssensoren! Hey! Displays, bei denen man die Pixel nicht mal mit der Lupe erkennt. Das Logo wirkt als Statussymbol. Das *muss* doch einen Aufpreis von 400 bis 600 Euro wert sein oder? MUSS!

Das redet man sich gerne ein, wenn man gerade so viel Geld für solch ein Gerät bezahlt hat, klar. Oder hat hier schon mal jemand etwas klar überteuertes gekauft und dann gesagt „logisch habe ich mich über den Tisch ziehen lassen und das billige Gerät hätte locker gereicht. Aber ich zahle gerne dreimal so viel Geld, ich hab’s ja!“?

In den letzten Monaten konnte ich mehrfach den Direktvergleich machen: Wie schlagen sich preiswerte Smartphones in der Preisklasse bis 160 Euro gegen die Topmodelle? Lohnt sich der Aufpreis? Meine Antwort ist einfach: Nein, der Aufpreis lohnt sich in den seltensten Fällen.

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Nokia 130 – Einsteiger-Phone im (Kurz-) Test

Als Nokia vor einigen Monaten per Pressemitteilung verlauten ließ, mit dem 130 ein neues Einsteiger-Mobiltelefon mit eingeschränktem Funktionsumfang aber eben auch einem sehr niedrigen Preis auf den Markt zu bringen, waren die Technik-Webseiten voll der News und die Kommentarspalten voll des Lobes. Jetzt ist das Nokia 130 tatsächlich erschienen, der angekündigte Preis von 29 Euro wird mit knapp 27 Euro sogar noch unterboten, und was passiert? Es finden sich kaum Tests, nicht einmal kurze Produktbesprechungen abseits der Shoppingportale. Skurril. Auch mir wollte niemand einen Test zum 130 abkaufen, „so billige Dinger, das interessiert doch keinen. Wir wollen nur Highend in der Berichterstattung“. Ok, dann halt nicht. Da hier in den Kommentaren aber bereits nachgefragt wurde, nutze ich den Blog, um wenigstens ein paar Worte zu meinen Erfahrungen mit dem Nokia 130 in die Welt zu tippen. Weiterlesen

Tests und Vorlieben

Hand aufs Herz: Wie bevorzugt ihr Produkttests? Nehmen wir mal Tablet-Tests als Aufhänger: lieber harte Fakten, ein analytischer Stil, strenge Regeln? Oder lieber sowas wie ein virtuelles Beratungsgespräch? Mit Fokus auf Alltagstauglichkeit und ein eher plaudernder aber trotzdem informativer Stil? Vielleicht ja auch ein Mittelding? Wobei das schon schwer hinzubekommen ist – analytisch-plaudernd wird selten gelehrt 😉 . 

Bleiben wir bei den Tablets. Ist es wichtig Unterschiede bis aufs letzte Frame pro Sekunde zu ergründen oder interessiert euch das gar nicht so sehr? Ich habe für beide Versionen Auftraggeber, ich habe beides schon oft genug geschrieben. Bei einem CPU- oder Grafikkartentest der Highend-Liga dürfte klar sein, dass eine handfeste Analyse mit bombenfesten Regelwerken und Test-Szenarien wichtig ist. Aber wie ist es bei Alltagsgeräten? Klassisch gilt ja oft das Ritual der Testfragebögen, der festgelegten Benchmarkszenarien, Stiftung-Warentest-Stil quasi. Aber ist nicht mittlerweile eine Zeit angebrochen, in der wir uns bei einigen Produkten auch davon lösen können? Tablets beispielsweise, um auf den Aufhänger zurückzukommen, werden ja nun eher selten von Frameratenjägern gekauft. Kauft wirklich jemand Tablet A statt Tablet B weil B zwei Frames pro Sekunde weniger im Benchmark XY bringt? Sollte nicht lieber generell auf die Alltagstauglichkeit eingegangen werden? Oder fehlt euch dann die Vergleichsmöglichkeit? Los, kommentiert fleißig 🙂 .

Erster Eindruck: Samsung Galaxy S5 Mini

Wieder einmal hat die Post ein Testgerät vorbeigebracht. Heute ist es das Samsung Galaxy S5 Mini, dass dann in den kommenden Tagen auf Her(t)z und Nieren getestet werden will. Einen ersten Eindruck möchte ich euch aber natürlich nicht vorenthalten.

Aus dem Paket purzelte eine dem Namen mehr als angemessene (winzige) Verpackung. Wie schon gewohnt wieder in Holzoptik aber dennoch nur als Pappe 😉 . Das Handy selbst ist gegenüber seinem „großen Bruder“ tatsächlich klein geraten, kein Wunder angesichts des 4,5 Zoll kleinen Displays. Im Gegenzug wirkt das Mini aber fast schon pummelig – vor allem, wo der Eindruck des Samsung Galaxy Tab S noch recht frisch ist und das Tablet deutlich dünner wirkte. Schwer hingegen ist das Smartphone auch mit eingelegtem 2.100 mAh-Akku nicht.

Der Hersteller verspricht, dass das S5 Mini gegen Staub und Spritzwasser nach IP67 geschützt ist. Damit darf das Telefon nicht schwimmen gehen, sollte aber zumindest das aktuell doch sehr regnerische Wetter überleben. Samsung vertraut zu diesem Zwecke auf eine dünne Gummibeschichtung im Gehäusedeckel, die die gefährdeten Elemente (Akku, SIM, SD-Slot) abdichten soll. Wirklich Vertrauen erweckt die Konstruktion allerdings nicht, den Sony-Xperias traue ich da eher über den Weg. Werde es beim Galaxy S5 Mini dennoch testen, allerdings erst ganz am Ende 😉 . Ein wenig Sorgen mache ich mir wegen des vollkommen ungeschützten Micro-USB-Anschlusses auf der Unterseite.

Im Inneren werkelt ein Samsung Exynos 3470 mit 1,4 GHz Takt. Bei diesem SoC handelt es sich um einen Chip mit vier ARM A7-Rechenkernen und einer langsamen Mali400 für die Grafik. Der erste Eindruck: Hmpf. Samsungs TouchWiz ist selbst mit  deutlich schnelleren Prozessoren am Ruckeln, tatsächlich stockt das Handy bei der Einrichtung und auch später immer wieder und fühlt sich in einigen Situationen recht lahm an. Dafür überzeugt das Display, AMOLED ist eine wirklich lobenswerte Technik.

Wenn ich die Wahl hätte, ich würde nach dem ersten Eindruck Abstand vom S5 Mini nehmen und mir lieber das deutlich potentere und besser gegen Wasser geschützte Sony Xperia Z1 Compact kaufen. Während Samsung bei den Minis auf den Namen der flotten Topmodelle setzt, diese aber mit deutlich schwächerer Hardware zum Luxuspreis verkauft, verbaut Sony einfach die flotte Tophardware der großen Modelle. Die Schwuppdizität bei der Nutzung ist daher eine ganz andere, was aber auch am fehlenden TouchWiz bei Sony liegt. Samsung sollte sein TouchWiz-Experiment endlich aufgeben – die lahme Oberfläche bietet zu wenig Vorteile für all die Nachteile: die man sich damit einhandelt. Die Leistung geht in den Keller, Updates kommen deutlich verzögert.

Nano SIM

Gibt es eigentlich einen überzeugenden Grund, in einem Phablet  (zur Erklärung: Diese Mischung aus Telefon (Phone) und Tablet kommt auf Displaygrößen von 6 Zoll und mehr..) eine Nano-SIM zu verbauen anstelle einer Micro-Sim oder gar einer ganz normalen „Ex-Standard“-SIM?

Platzprobleme dürften Phablet-Hersteller nicht plagen. Das Nokia Lumia 1520, das hier auf das Update auf das neueste Windows Phone und einen anschließenden Test wartet, dürfte genug Eckchen im Inneren frei haben, um die paar zusätzlichen Millimeter einer Micro-SIM zu vertragen.

Und wie macht ihr es: Beantragt ihr beim Provider eine Nano-SIM wenn ihr eine braucht oder schnippelt ihr euch eine bestehende Karte zurecht? Wenn ja: Per Hand, mit Schablone oder elitär mit einem Stanzer?

Mich erinnert so ein SIM-Stanzer ja ganz arg an die Diskettenlocher der C64-Ära. Daher habe ich mich, auch dank meiner eher gering ausgeprägten Bastelleidenschaft Fingerfertigkeit für einen solchen SIM-Locher entschieden. Konnte gerade noch widerstehen, mir gleich noch ein paar 5,25″-Disketten zusätzlich zu bestellen :D.

Großes Windows auf kleinen Tablets Teil 1: Gedanken..

Tablets, ich mag die Dinger. Allerdings bin ich kein großer Apple-Fan, was die Tablet-Wahl zur Zeit des Tablet-Booms (so ab 2010 als das erste iPad den Trend ins Rollen brachte) arg knifflig machte. Da ich zu der Zeit gerade meine neue Existenz als Schreiberling aufbaute, kam ich in den Genuss der ersten Android-Tablets. Gruselig, sage ich euch. Nicht nur aus heutiger Sicht. Einer meiner ersten Tests war das Dell Streak 5, ein Tablet mit Android 1.6 und sagenhaften 5 Zoll Displaydiagonale, das sich sogar zum Telefonieren eignete.

Bild

Dell Streak 5 – heute nennt man so etwas Smartphone 😉

Zugegeben, heute gibt es kaum noch Telefone mit weniger als 5 Zoll Diagonale – „damals“ allerdings habe ich mich totgelacht bei dem Gedanken, mit so einem Klotz am Ohr an der Bushaltestelle  zu stehen 😉 .

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