Sony Xperia Z3 Tablet Compact

Während ein Teil meiner Zeit stark vom Bau eines Raumschiffes beansprucht wird (verdammt, was für ein geniales Projekt!), muss ich in der restlichen Zeit durchaus weiter an Tests arbeiten. Heute trudelte beispielsweise das Sony Xperia Z3 Tablet Compact ein.

Ersteindruck:

Wow, ist das leicht! Und flach. Und fühlt sich toll an. Während mit das Smartphone Z1 Compact anfangs noch etwas schmal vorkam, ist das Z3-Tablet einfach nur toll. Klar, an 7 Zoll hat man sich schon gewöhnt und nachdem ich gerade die wirklich gruselig gestalteten Amazon-Billigtablets in der Hand hatte – sagen wir es so, das Sony Z3 Tablet Compact ist das genaue Gegenteil.

Die Rückseite ist etwas rau, so dass die Finger nicht abrutschen. Fühlt sich gut an. Habe ich schon erwähnt, wie schmal das Tablet ist? Fühlt sich gut an!

Erstaunlich fand ich dann, dass ich es erstaunlich fand, wie schnell das Gerät ist. Ist man ja bei so dünnen Dingern nicht immer gewohnt.

Ergo, Ersteindruck ist hervorragend. Ich darf dann also beim Projekt Exodus weitermachen, ja? 😀

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Projekt Exodus: Ein Liverollenspiel, ein Schlachtschiff, eine Vision

Logo_3D_Final Ich schrieb ja mehrfach, dass mich aktuell ein Projekt in Beschlag nimmt. Mittlerweile hat es nicht nur einen Namen, sondern auch eine Homepage und eine fortgeschrittene Projektplanung, ein großes Team und vor allem ein Schiff. Projekt Exodus, erreichbar unter der URL www.exodus-larp.de, ist ein Bildungs-Liverollenspiel im Universum von Battlestar Galactica (dem Reboot aus diesem Jahrtausend). Gefördert wird es von der Bundeszentrale für politische Bildung, was nicht nur eine sichere Finanzierung ermöglicht sondern auch ein professionelles Herangehen erfordert. „Das packen die eh nicht, das ist viel zu ambitioniert“ ist also keine Alternative. Save the Date: Mittwoch, 04. bis Sonntag, 08. Februar 2015 !  Read more »

Ich lebe noch, ich arbeite nur ;)

Ruhepausen ist dieses Blog ja gewohnt, das ist nichts neues. Aktuell ist nicht nur die Auftragslage recht gut, was eben auch lange Arbeitstage mit wenig Blog-Zeit bedeutet. Nein, es liegt auch noch ein spannendes Projekt abseits der klassischen Tester-Tätigkeit an. Ein Projekt, das ich wirklich mit Herzblut verfolge und auf das ich jetzt schon verdammt stolz bin. Auch wenn ich nur ein kleiner Teil eines verdammt großen Teams bin.

Worum es geht, werde ich euch erst in ein paar Tagen verraten können. Im November beginnt die Öffentlichkeitsarbeit dafür, dann kann ich Infos rausgeben und dann steht hoffentlich auch die Webseite für das Projekt. Bis dahin dürft ihr gerne etwas neugierig sein und euch Gedanken machen 😛 .

Moelders35

Nokia 130 – Einsteiger-Phone im (Kurz-) Test

Als Nokia vor einigen Monaten per Pressemitteilung verlauten ließ, mit dem 130 ein neues Einsteiger-Mobiltelefon mit eingeschränktem Funktionsumfang aber eben auch einem sehr niedrigen Preis auf den Markt zu bringen, waren die Technik-Webseiten voll der News und die Kommentarspalten voll des Lobes. Jetzt ist das Nokia 130 tatsächlich erschienen, der angekündigte Preis von 29 Euro wird mit knapp 27 Euro sogar noch unterboten, und was passiert? Es finden sich kaum Tests, nicht einmal kurze Produktbesprechungen abseits der Shoppingportale. Skurril. Auch mir wollte niemand einen Test zum 130 abkaufen, „so billige Dinger, das interessiert doch keinen. Wir wollen nur Highend in der Berichterstattung“. Ok, dann halt nicht. Da hier in den Kommentaren aber bereits nachgefragt wurde, nutze ich den Blog, um wenigstens ein paar Worte zu meinen Erfahrungen mit dem Nokia 130 in die Welt zu tippen. Read more »

Prognose Flop: Google Nexus 9

Das Nexus 9 von Google/HTC wird ein Misserfolg. Damit könnte der Beitrag hier schon enden, allerdings werdet ihr wissen wollen, warum ich das vermute. Ok. Beginnen wir technisch:

Das soeben von Google vorgestellte Tablet Nexus 9 wird als erstes Nexus einen 64-Bit-Soc einsetzen. Der Tegra K1 von Nvidia wurde bereits im vergangenen Jahr in zwei Versionen angekündigt: Als Quadcore mit A17-Kernen und als Dualcore mit 64-bittigen Recheneinheiten. Dazu passt auch das Betriebssystem Android 5 aka Android L, auch dieses unterstützt die 64-Bit-Instruktionen.

Der K1 mit 64-Bit-Kernen ist voraussichtlich durchaus flott und wird auf jeden Fall eine beachtliche Grafikleistung aufweisen. An der Performance wirds nicht scheitern.

Der Grund ist viel einfacher: Apples iPhone/iPad nutzt schon seit einem Jahr einen 64-Bit-SoC und ein guter Teil der Android-Fanbase wettert seitdem über die nutzlosen 64-Bit-Erweiterungen. Und es wird ausführlich über den technischen Rückstand Apples geschimpft: Nur Dualcore und 64 Bit ist ja eh nix. Und jetzt kommt Google und macht was? Einen iPad-Air-Konkurrenten mit 64-Bit-Dualcore. Juhu. Nein, das wird sich ein Android-Fanboy nicht kaufen dürfen.

Neues Spielzeug: Amazon Fire HD6 und HD7 sowie Nokia 130

Die Post war so freundlich, mir in den letzten Tagen einige neue technische Spielereien vorbeizubringen. Ok zugegeben, die Redaktionen, für die ich über die Geräte schreibe, waren so nett, die Post hats aber immerhin nicht verbaselt 😉 .

Vor einigen Tagen kam ja schon mal die Frage auf, ob ich das Nokia 130 testen werden. Einen Kunden dafür habe ich zwar noch nicht, das Telefon kommt aber trotzdem und notfalls muss ich halt etwas Überzeugungsarbeit leisten. In den Genuss einer Einschätzung werdet ihr hier im Blog aber auf jeden Fall kommen.

Der zweite Posten auf der To-Do-Liste sind gleich zwei Tablets. Amazons neue Billigst-Tablets Fire HD6 und Fire HD7. Die Namen deuten es bereits an: die Displays sind 6 und 7 Zoll klein. HD ist auch etwas hochgestochen und wirklich viel Rechenleistung sollte auch niemand erwarten. Dazu kommt der Verzicht auf den Google Play Store, so dass Apps umständlich bei Amazons Shops geladen werden müssen. Und da kostet dann so manche Gratis-App plötzlich richtig Geld. Viele für den Testalltag praktische Programme bietet Amazon gar nicht erst an und vom Rest des Angebots laufen die meisten Anwendungen schlicht nicht auf den abgespeckten 100-Euro-Tablets.

Hab ich schon erwähnt, dass ich die Dinger nicht so wirklich toll finde? Sie sind dick, hässlich, schwer, langsam und zwecks Amazon-Werbung stark beschnitten. Warum sollte jemand so etwas freiwillig kaufen? Jetzt mal ohne Rhetorik, ist einer meiner Leser zufällig Zielgruppe für ein Fire-HD-irgendwie?

LTE-Geschwindigkeitsdrossel – ein Anachronismus

Deutschland einig Internet-Neuland. Wo in Städten die meisten Bewohner eine reiche Auswahl verschiedener Internet-Zugangstypen und -Anbieter haben, regiert schon wenige Kilometer vor der Stadtgrenze oft die LTE-Monokultur. Sogenannte „ländliche Gegenden“, teilweise aber eben auch ganz normale Orte mit nicht immer unbedingt niedrigen Einwohnerzahlen, werden von den Telekommunikationsunternehmen nicht oder nur widerstrebend mit neuen Verteilern und Kabeln ausgestattet. Eine Rechenaufgabe – sind zu wenig potentielle Kunden vorhanden, muss der Rest halt darben. Übrigens: Am teuersten sind bei der Erschließung neuer Internet-Ortschaften die Erdarbeiten. Diese könnten wunderbar mit eh regelmäßig stattfindenden Erdarbeiten beispielsweise für die Erneuerung der Wasserrohre oder anderer Verkabelungen erledigt werden. Anstatt dass der Gesetzgeber hier aber eine verpflichtende Mitnutzungs-Regelung einführt, wird lieber die Straße dreimal aufgebuddelt. Und eben kein viertes mal für den Internetzugang. Dumm.

Wer kein Glasfaserkabel oder wenigstens einen nahe gelegenen DSLAM (die grauen Verteilerkästen am Straßenrand, je weiter entfernt, desto langsamer das DSL) bekommt, muss dann eben mit den beiden einzigen Alternativen leben: LTE oder Satelliten-Internet.

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Keine Samsung-Notebooks mehr in Europa

Ach ja.. Samsung verkauft keine Notebooks mehr in Europa. Also so richtig, Verkaufsstopp. Wegen schlechter Verkaufszahlen. Wundert das jemanden? Jemanden, der nicht bei Samsung arbeitet zumindest? Mich wundert es kaum.

Vor einigen Jahren, noch zur Zeit beim Elektrodiscounter, habe ich Samsung-Notebooks sehr gerne verkauft. Das waren bis auf die üblichen Billigware-Ausnahmen fast immer nett konfigurierte Geräte mit sinnvollen Features und einem damals guten Service.

Irgendwann dann scheint Samsung eine Einsparmöglichkeit geortet zu haben: Service kostet Geld, das muss ja nicht sein. Fortan beklagten sich immer mehr Kunden über Probleme mit Reklamationen. Und auch unsere Serviceabteilung war nicht mehr wirklich begeistert.

Später dann kamen zudem vermehrt ultra-billig verarbeitete Notebooks auf den Markt, die ich eigentlich nicht so recht verkaufen wollte, wohl aber musste. Und seltsame Dinge wie falsch ausgezeichnete Notebooks (mit Onboard-Grafik geliefert, mit Nvidia-Einsteiger-GPU ausgezeichnet und beworben).

In letzter Zeit dürfte Samsung zudem mit Windows 8 zu kämpfen gehabt haben. Auch wenn das Betriebssystem mit dem 8.1-Update wieder halbwegs auf Kurs kam, wirklich viele Freunde hat Windows 8 da draußen nicht. Und es gibt ja auch noch Menschen, die Vista für ein gelungenes Betriebssystem halten. Nun ist es dank UEFI und anderer Zwangsbeglückungen nicht immer leicht (oder gar möglich), auf ein neues Samsung-Gerät Windows 7 zu packen. Genau DAS ist aber der Wunsch erstaunlich vieler Nutzer.

Samsung hat also versucht Geld zu sparen und hat dafür den Service massiv heruntergeschraubt. Dann haben sie versucht Geld zu sparen und die Qualität der bezahlbaren Geräte verschlechtert. Und sie haben die Kunden bei vielen Geräten mit einem ungeliebten Betriebssystem zwangsbeglückt. Fällt euch was auf, ihr da bei Samsung? Das waren drei verdammt große Fehler. Sicher, der auch von euch breitgetretene Tablet-Boom sorgt für deutlich einbrechende Notebook-Verkaufszahlen und die Gewinnspannen in diesem Bereichen waren nie sonderlich groß. Aber ein Ausstieg aus dem Markt wäre sicher nicht nötig gewesen, wenn ihr eure Kunden nicht für absolute Volltrottel halten würdet.

Musikplayer für Senioren – Verzweiflung und *argh*

Wie bereits erwähnt liegt meine Mutter im Krankenhaus und erholt sich von einer recht umfangreichen Operation und den ärgerlichen Komplikationen im Anschluss. Nun langweilt sich die alte Dame dort aber fürchterlich, sie würde gerne Hörbücher und Hörspiele zur Ablenkung und Zerstreuung hören.

Der dort deponierte Discman ist ihr allerdings zu unhandlich und zu schwer (kein Wunder, sind die Muskeln nach drei Wochen Intensivstation ja nicht mehr die besten). Dazu kommt: Alle bislang ausprobierten (preiswerten) Player haben zwar großspurig „CD-R und MP3“ versprochen, scheiterten in der Realität aber gnadenlos. Selbstgebrannte CDs funktionieren oft nur, wenn sie mit möglichst niedriger Geschwindigkeit (nichts über 4x, hallo Steinzeit) gebrannt sind. MP3s werden gleich gar nicht erkannt. Da ist es auch egal, ob es 64, 128, 256 oder mehr kBit/sek sind, variable oder statische Bitrate, Stereo oder Mono. Nix geht.

Ich dachte daher an einen einfachen MP3-Player, sowas gabs vor ein paar Jahren ja mal in rauen Mengen und zu Spottpreisen. Das scheint sich geändert zu haben – die meisten günstigen Geräte lassen sich von älteren Herrschaften so gut wie gar nicht bedienen, da sie winzige Knöpfe, undurchsichtige Menüstrukturen und kontrastarme Displays haben. Der Höhepunkt war ein Player von Intenso, der sich nur einschalten ließ, wenn er per USB mit einer Stromquelle verbunden ist – dann läuft er auch, vergisst aber bei jedem Einschalten seine Einstellungen. Ohne USB hat der Powerschalter schlicht keine Funktion. Dass jede Bewegung im blau-schwarzen Menü mehrere Sekunden dauert – geschenkt.

Geräte mit Touchscreens fallen übrigens auch raus, damit kommt meine Mutter nicht zurecht. Das liegt unter anderem auch an ihren (gewollt) langen Fingernägeln, mit denen sich kein Touchgerät sinnvoll bedienen lässt. Smartphones sind also leider keine Lösung, Tablets auch nicht. Haben wir alles schon probiert.

Leserpower, was schlagt ihr vor? Ist der Markt wirklich so kaputt, dass es nur noch Minigeräte für hippe Kids gibt? Hören Senioren unterwegs Schallplatten oder Kassetten aber keine MP3?

Tests und Vorlieben

Hand aufs Herz: Wie bevorzugt ihr Produkttests? Nehmen wir mal Tablet-Tests als Aufhänger: lieber harte Fakten, ein analytischer Stil, strenge Regeln? Oder lieber sowas wie ein virtuelles Beratungsgespräch? Mit Fokus auf Alltagstauglichkeit und ein eher plaudernder aber trotzdem informativer Stil? Vielleicht ja auch ein Mittelding? Wobei das schon schwer hinzubekommen ist – analytisch-plaudernd wird selten gelehrt 😉 . 

Bleiben wir bei den Tablets. Ist es wichtig Unterschiede bis aufs letzte Frame pro Sekunde zu ergründen oder interessiert euch das gar nicht so sehr? Ich habe für beide Versionen Auftraggeber, ich habe beides schon oft genug geschrieben. Bei einem CPU- oder Grafikkartentest der Highend-Liga dürfte klar sein, dass eine handfeste Analyse mit bombenfesten Regelwerken und Test-Szenarien wichtig ist. Aber wie ist es bei Alltagsgeräten? Klassisch gilt ja oft das Ritual der Testfragebögen, der festgelegten Benchmarkszenarien, Stiftung-Warentest-Stil quasi. Aber ist nicht mittlerweile eine Zeit angebrochen, in der wir uns bei einigen Produkten auch davon lösen können? Tablets beispielsweise, um auf den Aufhänger zurückzukommen, werden ja nun eher selten von Frameratenjägern gekauft. Kauft wirklich jemand Tablet A statt Tablet B weil B zwei Frames pro Sekunde weniger im Benchmark XY bringt? Sollte nicht lieber generell auf die Alltagstauglichkeit eingegangen werden? Oder fehlt euch dann die Vergleichsmöglichkeit? Los, kommentiert fleißig 🙂 .